Allgemein läßt sich sagen, dass ich mit Dian bisher einfach nur ein tolles Gefühl hatte. Es lief alles sehr gut, zum Teil viel besser als ich erwartet hatte. Da bin ich dann wohl auch etwas nachlässiger in Kleinigkeiten geworden. Und manche Dinge hab ich einfach nicht wichtig genommen oder ignoriert.
Mir war selbst aufgefallen, dass Dian schreckhaft ist. Das wurde in der Anfangszeit besser, um in den letzten zwei Wochen wieder stärker zu werden. Hinzu kommt, dass ich vermehrt daran arbeite ihn an der Longe in Richtung Vorwärts-Abwärts zu bekommen, was aber nicht gelang.
Die Analyse der Einheit zeigte, dass beides zusammenhängt und damit zu tun hat, dass Dian auf eine subtile Art immer wieder meine Führungsrolle antestet. Nun lasse ich es ihm z.B. nicht durchgehen dass er mich anstupst oder begrabbelt, aber gerade beim Führen schummelt er sich wohl doch immer durch.
Dazu muss auch gesagt werden, dass ich mit dem richtigen Führen - also mit Sinn und Verstand - doch eine Schwachstelle habe, die sich auch bei einem Bodenarbeitskurs vor eineinhalb Jahren zeigte. Ich hab das so ein bisschen auf die leichte Schulter genommen, was soll denn am führen jetzt soooo wichtig sein.
Die Folge allerdings ist, dass sich Dian von mir nicht 100% beschützt fühlt, deshalb ist er unsicher. Schreckt schneller zur Seite und ist verspannter, der Kopf wird höher getragen um Gefahr eher entdecken zu können. Wenn ich also meine Position festige, wird er den Hals fallen lassen und ich werde effektiv am Vorwärts-Abwärts arbeiten können.
Ganz abgesehen davon, dass er mir dann freiwillig entspannt folgen wird und ich nicht mehr so drauf aufpassen muss, dass er mir nicht auf die Füße hüpft.
Ich hab auch mal wieder Bilder gemacht die ich euch hier gerne zeige:
Hier das obligatorische Bild am Putzplatz von der Seite. Man sieht dass er einen kleinen Kugelbauch bekommen hat, wobei ich mich frage woher. Bei der Züchterin hat er auch Rauhfutter bekommen, also sollte sein Verdauungstrakt eigentlich keine Veränderung zeigen. Und Hafer macht wenn überhaupt fett, aber keine Wampe. Abgesehen davon ist gut zu erkennen, dass er jetzt ohne zu zappeln auch mit nur einem Strick angebunden stehenbleibt, er ist in Entspannungshaltung.

Ich finde, er hat schon ein bisschen mehr Muskeln am Hintern bekommen. Wahrscheinlich bilde ich mir das nur ein, aber zumindest ist mal kein rückläufiger Trend zu entdecken.

Später hab ich ihn dann noch auf der Koppel fotografiert. Ich liebe sein kleines Mehlmaul!

Hier sieht man die Scheckstute die mit auf der Koppel ist, sein geliebter Kumpel ist nicht mit auf dem Bild, aber auch auf der Koppel. Diese Koppel ist übrigens den Winter über für den Gebrauch geöffnet und wird deshalb auch Matschkoppel genannt. Der Bewuchs ist also nicht von Bedeutung, weil er sowieso demnächst ganz verschwunden sein wird. Trotzdem versuchen alle Pferde da ständig zu grasen ......

Ach, er ist einfach soooo toll!
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