Samstag, 17. Oktober 2009

Gerd wird verladen, Dian auch und die Fahrt verläuft prima

Also jetzt ist der Bengel also endlich bei mir. Und er hat sich so gut betragen und alles so prima gemacht, er ist wirkich unbezahlbar toll!

Aber ich fange mal von vorne an:

Ich bin am Freitag früh bereits zu Jutta, Dians Züchterin, gefahren, weil ich gerne noch einen Sattel bei ihr und mit ihrer Hilfe probieren wollte. Meine Nacht von Donnerstag auf Freitag verlief für mich recht kurz. Erst konnte ich bis etwa 1 Uhr nicht einschlafen. Trotzdem wurde ich sogar ein paar Minuten vor dem Weckerklingeln um halb wach und bin dann auch gleich aufgestanden.

Einen Tee und etwa 15 min später fiel mir dann auf, dass ich mich in der Uhrzeit vertan hatte. Zwar war es kurz vor halb, aber nicht kurz vor halb 6 wie geplant sonder kurz vor halb 5 ....... Bin dann nochmal für ne Dreiviertelstunde ins Bett, war aber natürlich nicht so ergiebig .....

Um kurz vor 10 war ich dann in Weikersheim, wo ich vergeblich auf den Bus wartete, so dass mich Jutta dort eine halbe Stunde später abholen musste. Pünktlich bei meiner Ankunft begann es natürlich zu regnen und hörte auch leider nicht mehr auf. Die Sattelanprobe geriet dann leider etwas feucht.

Auch etwas störend waren die unvermuteten aber heftigen Windstöße die gelegentlich durch die Gegend sausten. Mit einem knapp eingerittenen Pferd nicht ganz so prickelnd, aber Dian verhielt sich ziemlich vorbildlich. Er guckte nur erschrocken, tat aber nichts.

Der Sattel - der Dian perfekt passt - passt meinem Hintern leider nicht genauso perfekt. Ich bin zu fett um es kurz zu sagen, aber daran arbeite ich sowieso. Und fürs Einreiten wird er genügen, da er dem Pferd ja hervorragend passt.

Es war echt lausig lausig kalt und dazu noch nass, weshalb wir das ganze nicht übermäßig ausführlich werden ließen. Nach Sattel- und Sitzprobe kam Dian wieder zu seiner Gang und wir sind zu Jutta, welche an dem Abend auch noch einen Termin hatte und weg musste.

Ich holte meinen versäumten Schlaf nach und legte mich ein bisschen hin ...... wobei aus dem bisschen tatsächlich der nächste Morgen wurde. Nur Bad und ausziehen war dann am Abend noch kurz drin. Behindert durch mein Kampfschlafen vergaß ich auch, Rolf über etwas zu informieren was ich mit Jutta abgesprochen hatte, daher schickte ich ihm am Morgen dann eine SMS:

"Bitte nicht nach Erdbach, sondern zu Jutta nach Hause fahren. Gerd muss noch eingeladen werden. Lieber Gruß, Julia."

Eine halbe Stunde später klingelt mein Handy, Rolf ist dran und fragt nach. Ich bin von seinen Fragen total irritiert und wundere mich, wieso er es jetzt aufeinmal von Gerd hat? Jutta bekommt meine Antwort am Telefon mit (sie stand ja daneben) und fängt an, sich vor lachen zu kugeln. Dazu muss man sagen, dass wir einen gemeinsamen Bekannten namens Gerd haben, der zwar im weiteren Sinne mit Fjords zu tun hat, aber nichts mit Dian, Jutta oder mir.

Natürlich wollte ich nicht Gerd in Rolfs Transporter laden. Ich hatte - wie das die meisten Menschen tun - meine SMS mit Hilfe von T9 getippt und bei der Tastenkombination die ich eingab übersehen, dass ich noch ein Wort weiter hätte klicken müssen.

Verladen werden bei Jutta zu Hause sollte nämlich ein Herd, den diese zufällig noch in der Garage herumstehen hatte. Gerd war vermutlich glücklich bei seiner Freundin zu Hause, oder bei der Arbeit oder wo auch immer, aber nicht in Juttas Garage.

Naja, als Folge dieser Geschichte habe ich jetzt einen Herd, der Gerd heißt, denn dieser Name blieb jetzt natürlich an dem guten Stück hängen. Wir haben also erst in Creglingen Gerd verladen ( Augenbrauen ) und sind dann nach Herdbach gefahren ...... äh ....... Erdbach.

Dian bekam noch eine Pediküre und die Haare gemacht um dann problemlos zu Gerd! in den Transporter zu steigen. Ich kenne ne Menge älterer Pferde, die mit einem bereits im Transporter stehenden Elektroherd ein kleines Problemchen hätten. Mein Naturbegabtes Wunder nicht, er ging sehr vorsichtig aber ohne Schwierigkeiten einfach hinein.

Wir sind zügig losgefahren (also ich meine jetzt ohne Zeitverzögerung, nicht schnelles Fahren) und nach 2,5 Stunden in Bruchsal angekommen. Ich checke kurz, wie denn Dians Eingewöhnungsbox im Offenstall aussieht und hole dann mein Felltier aus dem Hänger. Gerd hab ich drin gelassen (sorry, kann ich mir jetzt nicht verkneifen).

Dian war ganz leicht verschwitzt, was aber innerhalb von Minuten trocknete, aber ansonsten in sehr gutem Zustand. Die neue Umgebung war dann aber sehr aufregend für ihn. Die 30 m vom Transporter zur Halle ist er sehr angespannt gelaufen und hat sich mehrmals erschreckt. Er hat allerdings keinen Versuch gemacht sich loszureißen oder sonstige Dummheiten, er war nur sehr aufgeregt. In der Halle war er zunächst auch noch sehr angespannt, was sich aber besserte als er sich wälzte.

An der Bande ertönten nun ahs und ohs, weil er ohne Probleme 'herum' kam beim Wälzen, was offenbar bei den anderen Pferden nicht der Fall ist. Nunja, man kann für Schlimmeres berühmt werden. Augenzwinkern

Mir wurde dann der Vorschlag gemacht, doch gleich einen seiner neuen Kameraden dazu zu tun, wogegen ich mich zunächst ein wenig sträubte. Ich hatte eigentlich geplant ihm noch ein wenig Möglichkeit zur Erholung zu geben. Ich entschied mich dann aber um, was sich letztendlich als gut erwies.

Zum einen kam er mit dem neuen Kollegen hervorragend aus, zum anderen beruhigte ihn der Pferdekamerad sichtlich. Das führen von der Halle zur neuen Box verlief deutlich ruhiger. In seiner Box war erstmal nur das Heu wichtig (muss genetisch sein), was die um seine Gitterbox stehenden neuen Mitbewohner total doof fanden, die wollten nämlich gerne 'näseln'.

Seine Eingewöhnbox ist nämlich so hoch, dass keiner mit dem Kopf drüber kommt und ihn zwicken kann, aber schnuppern, näseln und Sichtkontakt sind vorhanden. Ich hoffe er kann bald ganz in die Gruppe, vor allem da ich davon ausgehe dass er sich gut integrieren wird. Na mal sehen, wird schon irgendwann.

Ich bin dann mit meinem Chauffeur in das benachbarte Restaurant namens 'Ponyhof' wo es Jägerschnitzel Diana gab. Danach bin ich nochmal zu Dian gucken gegangen, obwohl wir ja noch Gerd ausladen mussten! Mein Knödel war ziemlich müde, richtig groggy, aber wohlauf.

Da ich nichts machen konnte außer ihm beim müde sein zugucken bin ich gegangen. Rolf und haben Gerd ausgeladen und angeschlossen, außerdem hat er (Rolf) mir noch ne Lampe aufgehängt und nach meiner Waschmaschine geschaut (die hat keinen Namen, vielleicht ist sie deshalb kaputt?).

Hier ein paar Bilder, die Jutta gemacht hat:







Na denn mal los:





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